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Muslimische, buddhistische, christliche Studierende aus Jordanien, Kolumbien, der Türkei, Frankreich und Italien leben neuerdings mit den Mönchen der Benediktinerabtei St. Bonifaz in der Münchner Innenstadt zusammen. Die Ordensleute haben nach der Klostersanierung kurzentschlossen ein Wohnheim für bis zu 14 Studentinnen und Studenten mit unterschiedlichem religiösem und kulturellem Background geschaffen, um Kennenlernen und spirituellen Austausch zu fördern. 

Deshalb verpflichten sich die Studierenden pro Semester zu 100 Stunden Praktikum bei Glaubensgemeinschaften, die ihnen bisher nicht vertraut sind. Das heisst, Buddhisten arbeiten in Moscheegemeinden, Muslime gehen in Pfarreien, Bahai in Synagogen. Sie alle sollen auch am Aufbau eines «Hauses der Kulturen und Religionen» in München-Bogenhausen mitwirken, das als Treffpunkt und Dialogzentrum gedacht ist.  

Die interreligiöse Wohngemeinschaft ist ein weiterer Mosaikstein in der kulturellen und spirituellen Begegnungsarbeit, für die das Kloster St. Bonifaz im Herzen der bayerischen Landeshauptstadt bekannt ist. Das Motto dabei: «Nicht Vorschriften machen, sondern Türen auftun!» Was auch für die alltäglichen Angebote der Mönche für die vielen Obdachlosen der Metropole gilt: ein warmer Mittagstisch für bis zu 200 Menschen, medizinische Betreuung durch zwei Ärzte und eine Ordensschwester, Gelegenheit zum Duschen und Ausruhen, eine Kleiderkammer, Kontakt zu einem Sozialarbeiter. «So bleiben wir am Boden, heben nicht ab vom eigentlichen Leben der Menschen», begründet Frater Emmanuel mehr dankbar als stolz diesen Einsatz.

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